Biosphärenschule

Fremd-Evaluation

Termine/ Veranstaltungen

Die Schach-AG an der ALS

Foto: ©  Zeitschrift "Jugendschach"
Foto: © Zeitschrift "Jugendschach"

Ursprung: Zusammenwirken von Schule und Verein

Die Schach-AG an der Astrid-Lindgren-Schule ist die Frucht einer Initiative aus dem Förderprogramm Schule und Verein. Sie wird daraus über den Schachverein Schwarz-Weiß Münsingen bezuschusst. So hat der Verein für eine ausreichende materielle Ausstattung gesorgt (2 x 8 Spielsätze mit Brettern und Figuren, 8 Schach-Uhren, 1 Demonstrationsbrett) und verantwortet auch die Unterrichtsbetreuung durch einen geeigneten Schach-Lehrer.

Teilnehmer und Unterricht

Schach-AG

Die Schach-AG besteht seit 2006. Ihr Angebot als freiwilliger Zusatzunterricht aus dem Ergänzungsbereich richtet sich jedes Schuljahr neu an alle Schüler(innen) der Klassen 1-4. Nach den Erfahrungen der zurückliegenden Jahre entscheiden sich jeweils etwa 25-30 Kinder dafür – Zeichen eines regen Interesses.

Sie werden in zwei Gruppen (Anfänger und Fortgeschrittene) im wöchentlichen Wechsel, jeweils freitags in der 6. Stunde, von mir als ehrenamtlichem Leiter im Auftrag des Schachvereins Münsingen unterrichtet. Dabei ist differenzierter Unterricht in wohldosiertem Wechsel von Theorie und Praxis mit sehr viel persönlicher Zuwendung und Einzelbetreuung unbedingt geboten, um den einzelnen Schüler(innen) gerecht zu werden. Über die Hälfte der Zeit wird auf das Einüben (neu) gelernter Einsichten, Praktiken und Techniken verwendet sowie auf das Spielen selbst als der wichtigsten Übung – alles in möglichst variantenreicher Form und mit wechselnden Partnern.

Ziele: Förderung der Persönlichkeit und der Sozialkompetenz

Das Schachspiel bietet eine ausgezeichnete Basis, grundlegende Fähigkeiten der Kinder zu fördern. Natürlich geht es zunächst darum, die Kinder mit den Grundregeln des Spiels vertraut zu machen. Danach werden sie allmählich in spielerischer Weise und in kindgerechten Schritten sowie nach individuellem Leistungsvermögen an strategisches, taktisches und kombinatorisches Schach-Denken herangeführt.
Neben der Schulung des Denkens ziehen die Teilnehmer vor allem Gewinn durch die Stärkung der Ich-Kompetenz (Konzentrationsfähigkeit, Selbstdisziplin, Selbstbestätigung durch Umgang mit Sieg und Niederlage), aber auch der Sozialkompetenz (Einhaltung von Regeln, Fairness, Ordnung, Umgang mit Partnern und Gruppe, Mannschaftsgeist).

Weiterführende Möglichkeiten: Diplome und Turniere

Für ehrgeizige fortgeschrittene Teilnehmer(innen) gibt es die Möglichkeit, zu gegebener Zeit und nach gebührender Vorbereitung das Bauerndiplom (Nachweis der genauen Regelkenntnis) oder das Springerdiplom (Nachweis einfacher taktischer „Manöver“) zu erwerben und sich durch eine offizielle Urkunde des Deutschen Schachbundes bestätigen zu lassen. Ebenso können sich Interessierte den Herausforderungen stellen, die sich aus den Angeboten des überörtlichen Schulschachs ergeben: Teilnahme am Ermstal-Schulschachturnier am Graf-Eberhard-Gymnasium in Bad Urach (Einzelwertung), an den Grundschul-Schachmeisterschaften sowie am Schulschach-Pokalturnier am Schuljahresende (beides sind Mannschaftswettbewerbe).

Albert Gnädinger, StD i.R.
Inhaber des Schulschach-Patents